FAQ-Boden

 

Oft herrscht Unsicherheit darüber, ob tatsächlich immer und überall eine PE-Folie verwendet werden muss. Die PE-Folie dient als Schutz vor aufsteigender oder nachschiebender Feuchtigkeit aus dem Untergrund. Ohne PE-Folie kann die Feuchtigkeit aufsteigen und es kommt zur Wölbung/Aufstippung des Bodens. Außerdem schafft die PE-Folie eine gleitfähige Bodenfläche. Parkett und Fertigböden reagieren auf Änderungen in der Raumluftfeuchtigkeit mit "Quellen oder Schwinden". Wird diese Bewegung des Bodens verhindert, kann es zur Fugenbildung kommen. Bei schwimmender Verlegung ist immer eine PE-Folie nötig.

Über die Notwendigkeit von Dehnfugen muss der Verleger vor Ort entscheiden. Wichtig ist aber, dass sich Gutachter im Falle eines Schadens nach den Herstellerangaben richten. 

Unsere Angaben zur Verlegegröße beziehen sich auf die schwimmende Verlegung. Es sind Richt-Angaben um dem Anwender eine Orientierung zu geben. Bei Parkett und SPA Rigidboards kann durch eine vollflächgie Verklebung auf Raumdehnfugen verzichtet werden, außer es handelt sich um Bauwerksdehnfugen. Diese sind in den Oberbelag zu übernehmen. 

Die Verklebung von Fertigböden bringt eine leichte Verbesserung des Gehkomforts. Allerdings sind Fertigböden grundsätzlich nicht dafür konzipiert, verklebt zu werden. 

Die Verklebung von tilo Vinylkurzdielen (1,2 m), Korkfertigböden und Linoleum ist möglich und erlaubt 

  • bei einer Untergrundfeuchtigkeit von 1,8 % CM (diese kann der Bodenleger bestimmen), 
  • der Verwendung von tilo Elastic-Kleber und 
  • einer maximalen Verlegegröße von 6 x 6 Metern.

Nicht erlaubt ist die Verklebung von Langdielen (SOLIDANO, ELITO, GRANDO - 2,2 m) und die Verklebung von Furnierböden (PORTO, UNO, EFFECTO). 

Grundsätzlich sind alle tilo-Fußbodenprodukte zur Verlegung auf Fußbodenheizung freigegeben.

Das vorliegende Heizungssystem sollte jedoch temperaturgesteuert sein, sodass gewährleistet werden kann, dass auf der freien Oberfläche der Fußbodenfläche die lt. Verlegeanleitung vorgeschriebene max. zulässige Oberflächentemperatur nicht überschritten wird.
 

 

Dies ist abhängig von der Verlegeart und der vorliegenden Raumsituation. Wird eine Endlosverlegung vorgenommen, d.h. mit dem Reststück der ersten Reihe wird die zweite Verlegereihe begonnen, so muss hier kaum bzw. nur ein minimaler Verschnitt berücksichtigt werden.

Da Allergien von unterschiedlichen Substanzen, welche in der Regel auch als gesundheitlich unbedenklich angesehen werden, ausgelöst werden können, empfehlen wir anhand eines Musterstücks zu testen, ob bei Kontakt mit dem gewünschten Produkt allergische Reaktionen auftreten.

Sowohl aus technischen als auch aus hygienischen Gründen ist es zwingend erforderlich, Teppiche zu entfernen.

Inwieweit PVC-Beläge entfernt werden müssen, hängt von der jeweiligen Situation und des vorliegenden Produktes ab. Der Fachhändler Ihres Vertrauens kann Sie diesbezüglich ausführlich beraten.

Wir bestätigen, dass von tilo Naturböden keinerlei gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgehen. Der Gehalt an Formaldehyd im fertigen Produkt liegt unterhalb des gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwertes von 0,1 ppm. Zur Produktion werden keinerlei Lösungsmittel, Schwermetalle, Zinn, MDI, TDI, Halogene oder anderweitige Schadstoffe verwendet.

Grundsätzlich sind Holzböden nur zur Verlegung in Trockenräumen geeignet. 
Mit den einzigartigen Farbwelten von tilo haben Sie die Möglichkeit auch in Feuchträumen Ihr Lieblingsdekor als wasserfestes SPA Rigidboard oder PRO+ Klebesheet zu verlegen. Näheres finden Sie bei unseren /DESIGN Böden, Kollektionen SPA & PRO+.

Bei einer Nutzschichtstärke von ca. 3,5 mm und einem durchschnittlichen Schichtverlust pro Schliff von ca. 0,5–0,7 mm kann die Fläche 3-Mal abgeschliffen werden.

Häufig enstehen Fugen dann, wenn sich die Luftfeuchtigkeit oder -temperatur über das erlaubte Maß hinaus verändern. Holz reagiert hierbei auf Feuchtigkeit, Vinyl auf Temperatur. Prinzipiell bedeutet dies also, darauf zu achten, dass Feuchtigkeit und Temperatur stabil gehalten werden.

Tipps um Fugenbildung zu vermeiden

  • Achten Sie in der Heizperiode darauf, dass die empfohlene minimale Raumluftfeuchtigkeit eingehalten wird! Diese finden Sie in der Verlegeanleitung.
  • Achten Sie vor der Verlegung darauf, dass eine PE-Folie verwendet wird (siehe auch tilo FAQ #2) und, dass der Untergrund vor der Verlegung trocken ist!
  • Der Boden muss uneingeschränkt bewegungsfrei sein, das bedeutet, er darf am Rand nicht fixiert sein (auch nicht partiell). Es dürfen keine schweren Möbelstücke oder sonstige Fixierungen verwendet werden!
  • Überprüfen Sie die Verbindungen, bevor Sie den Boden verlegen, ob hier keine Beschädigungen vorliegen (diese können z.B. durch Transportschäden oder unsachgemäße Verlegung entstehen). 
  • Klimatisieren Sie das Material, bevor es verlegt wird mindestens 48 h.

FAQ-Reinigung

 

Bei normaler Verschmutzung, ca. alle 2 Wochen

Bei starker Verschmutzung, je nach Bedarf

Weil diese die Oberfläche beschädigen können - tilo Reinigungsmittel sind perfekt auf die tilo Produkte abgestimmt.

Generell gilt: Lieber erstmal trocken reinigen! Häufig genügen kehren oder saugen. Sie sind die schonendste Art der Reinigung.

Wenn kehren oder saugen nicht mehr ausreicht, ist die BODENSEIFE zu verwenden (ca. alle 2 Wochen).

Den INTENSIVREINIGER nur bei starker Verschmutzung (z.B. bei stark haftenden Flecken, unschönen Verfärbungen) verwenden. Danach ist jedoch unbedingt eine INTENSIVPFLEGE nötig!

Nach der Intensivreinigung muss unbedingt die Intensivpflege verwendet werden, um schützende Schichten, die durch die Intensivreinigung entfernt wurden, wieder aufzubauen.

Nein, nicht zwingend. Allerdings sollte vorher überprüft werden, ob tatsächlich eine Intensivreinigung nötig ist.

So wenig wie möglich. Grundsätzlich nach Bedarf, nur, wenn Verschmutzungen mit der Bodenseife nicht mehr entfernt werden können.

 

FAQ-Pflege

 

Das Mikrofaserpad Blau gibt weniger Pflege an den Boden ab, als das Gelbe. Die Pads und die verschiedenen Oberflächen sind aufeinander abgestimmt und geben so die richtigen Mengen ab. 

Bei der Erstpflege, danach 1-2 x jährlich.

Je nach Beanspruchung etwa alle 1-2 Jahre.

Um ihn zu schützen! Ähnlich wie die menschliche Haut benötigt auch der Boden gelegentlich etwas Pflege. Mit jeder Nutzung wird die schützende Schicht des Bodens minimal abgetragen. Durch die Pflege wird diese wieder aufgebaut. Der Boden bleibt lange widerstandsfähig und schön.

Mit der SCHNELLPFLEGE, wenn der neue Boden verlegt ist. Danach etwa 1-2 x jährlich die SCHNELLPFLEGE anwenden.

Mit der passenden INTENSIVPFLEGE nach der Anwendung des INTENSIVREINIGERS oder etwa alle 1-2 Jahre, wenn es der Boden verlangt (z.B. wenn der Boden ausgewaschen wirkt).

Die richtige Auftragsmenge ist dann erreicht, wenn die Pflege geschmeidig aufgetragen werden kann und keine trockenen Stellen entstehen. Zu viel Pflege erkennt man daran, dass es zu stehenden, nassen Flächen bzw. Pfützenbildung kommt.

Glossar

Was bedeuten eigentlich fachspezifische Begriffe wie: Brinellhärte, Raumschall, Feuchteeinwirkung, Wärmeleitfähigkeit, Wärmedurchlasswiderstand? 

Akustisches Verhalten

Hier ist in erster Linie zwischen Raum- und Trittschall zu unterscheiden: Raumschall ist im gleichen Raum, Trittschall ist in darunter oder angrenzenden Räumlichkeiten zu hören. Eine vollflächige Verklebung von Parkettböden verbessert die Raumschallwerte im Vergleich zur schwimmenden Verlegung maßgeblich.

 

Brinellhärte

Der Härtegrad einer Holzart ist ein wichtiger Hinweis auf die zu erwartende Verschleiß- und Eindruckfestigkeit.

Brinellhärtevergleich

Die Härte von Holz kann nach dem Brinellverfahren bestimmt werden. Dabei wird eine Stahlkugel mit 10 mm Durchmesser mit definierter Kraft eine fest vorgegebene Zeit lang gegen die Holzoberfläche gepresst. Nach Ablauf der Belastungszeit wird die Kugel zurückgefahren. Aus der Fläche des Eindrucks und der Druckkraft lässt sich die Brinellhärte errechnen. Je höher die Messzahl der Brinellhärte, desto härter das Holz. Angegebene Härten sind jedoch immer als Durchschnittswerte zu verstehen, die tatsächlichen Werte variieren etwas, abhängig vom Wuchsgebiet des Baumes und der Schnittart (längs zur Faser sind alle Holzer härter als quer zur Faser).

 

Farbveränderungen durch Lichteinwirkung

Chemische Reaktionen in der Holzsubstanz, ausgelöst durch das Tageslicht, bewirken Farbveränderungen. Diese natürliche Veränderung geschieht vor allem in der ersten Zeit und bezeugt die Echtheit des Naturproduktes.

 

Feuchteeinwirkung

Holz reagiert bei Feuchteeinwirkung durch Quellen und Schwinden. Eine Verlegung auf PE-Folie stellt keine absolute Abdichtung von unten dar. Ein trockener Untergrund ist somit immer Bedingung. Auch von oben sollte stehende Nässe auf jeden Fall vermieden werden.

 

Leimfreie, schwimmende Verlegung

Bei Böden, die höheren Beanspruchungen ausgesetzt sind, bei Fußbodenheizung, bei Verlegung in größeren Räumen und bei Langzeitverlegung empfehlen wir eine zusätzliche Verleimung der Kopfkante in der Innenseite der nutförmigen Aussparung. Auch eine längsseitige Verleimung ist möglich.

Legen Sie immer eine mindestens 0,2 mm starke, dampfbremsende, verrottungssichere PE-Folie unter tilo Böden. Diese Folie dient zum Schutz vor Feuchtigkeit und schafft vor allem eine gleitfähige Ebene, um das ungehinderte Schwimmen des Bodens zu ermöglichen.

 

Renovierbarkeit

Parkettböden können nach starker Beanspruchung selbst nach Jahrzehnten renoviert werden. Schleifen der Oberfläche, Neuversiegelung bzw. Ölen oder wachsen bringen den Boden wieder in einen neuwertigen Zustand.

 

Riftware

Schnittware wird unter anderem nach der Lage der Jahrringe unterschieden.

Riftware (Riftschnitt/Spiegelschnitt) bedeutet, dass überwiegend stehende Jahresringe vorliegen, das heißt die Jahresringe erscheinen auf der Breitseite eines Bretts als feine parallele Streifen. Holz das auf diese Art eingeschnitten wurde, ist dimensionsstabiler als Hölzer mit liegenden Jahrringen. In der Praxis findet man nicht nur stehende oder liegende Jahrringe vor, sondern auch schräge, welche Halbrift genannt werden.

 

Vollflächige Verklebung mit Klebstoffen

tilo Böden können auch fest auf dem Untergrund verklebt werden. Verwenden Sie dazu tilo Klebstoffsysteme. Der Unterboden muss vor dem Beginn der Verlegearbeiten auf seine Verlegereife hin überprüft werden (DIN 18356 „Parkettarbeiten“) und die vorgeschriebenen Anforderungen erfüllen.

Klebstoffverweis: Verwenden Sie die Produkte aus dem tilo Klebstoffsortiment. Beachten Sie in jedem Fall die Verarbeitungsvorschriften auf der Verpackung bzw. die entsprechenden Herstellerangaben. Für weitere Aufbauempfehlungen bzw. allfällige Fragen wenden Sie sich bitte an das tilo-Serviceteam.

 

Wohnklima

Fußbodenbeläge aus Holz, Holzwerkstoffen, Kork oder Linoleum sind für das Wohlbefinden und für die Bauphysik ideal. Ein gesundes Raumklima trägt zur Werterhaltung des Bodens bei und ist gleichzeitig wichtig für das allgemeine Wohlbefinden des Menschen. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 % liegen. Zu trockene Luft können Sie durch den Einsatz von Luftbefeuchtern und das Aufstellen von Zimmerpflanzen vermeiden. Hygrometer und Thermometer dienen der Kontrolle.

 

Wärmeleitfähigkeit

Holzfußböden werden wegen seiner geringen Wärmeleitfähigkeit als fußwarm empfunden.

 

Wärmedurchlasswiderstand

Der Wärmedurchlasswiderstand gibt den Dämmwert eines Materials an. Grundlage ist der Kennwert der Wärmeleitfähigkeit, bei der die Dicke berücksichtigt wird. Bei einer Fußbodenheizung darf der Wärmedurchlasswiderstand für alle Schichten oberhalb der Heizungsebene nicht größer als 0,15 m2 K/W sein, da ansonsten die Heizwärme nicht ausreichend an den Raum abgegeben werden kann. Eine geringfügige Überschreitung des Grenzwertes ist jedoch unerheblich.